04.04.2012

Bevorrechtigung von Telekommunikationsleistungen

Rubrik Führung und TaktikFührung und Taktik: Funktionsträger und Organisationen im Bevölkerungsschutz können sich bevorrechtigte Festnetz-, Internet- und Mobilfunkanschlüsse einrichten lassen. Handygespräche werden dann bevorzugt verbunden und Störungen schneller behoben. Auch priorisierte Postdienstleistungen können in Anspruch genommen werden.

Gemäß dem Post- und Telekommunikationssicherstellungsgesetz (PTSG) können folgende Personenkreise bzw. Organisationen eine Telekommunikationsbevorrechtigung beantragen (§ 6 PTSG):

1.Verfassungsorgane des Bundes und der Länder,
2.Behörden des Bundes, der Länder, der Gemeinden und Gemeindeverbände,
3.Gerichte des Bundes und der Länder,
4.Dienststellen der Bundeswehr und der stationierten Streitkräfte,
5.Katastrophenschutz, Zivilschutz- und Hilfsorganisationen,
6.Aufgabenträger im Gesundheitswesen,
7.Hilfs- und Rettungsdienste,
8.Rundfunkveranstalter,
9.Teilnehmer, denen von einer Behörde nach Nummer 2 eine Bescheinigung darüber ausgestellt wurde, dass sie lebens- oder verteidigungswichtige Aufgaben zu erfüllen haben und hierzu auf Telekommunikationsdienste nach Absatz 1 angewiesen sind.


Die Anträge müssen unter Vorlage eines entsprechenden Nachweises direkt bei dem jeweiligen Telekommunikationsanbieter gestellt werden. Das Ganze ist nicht umsonst: Für Festnetzanschlüsse wird eine Gebühr von 100 € fällig, für Mobilfunkkarten 50 €.

Quellen / weiterführende Informationen:
- Info-Seite der Bundesnetzagentur
- Post- und Telekommunikationssicherstellungsgesetz (PTSG)
- Kontaktdaten bei O2 (für andere Anbieter war nichts zu finden)

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05.01.2012

Naturkatastrophen-Bilanz 2011: Wenige Tote, horrende Schäden

Naturkatastrophen: Im Jahr 2011 erreichten die Schäden durch Naturkatastrophen eine nie dagewesene Höhe von 380 Milliarden US-Dollar. Erfreulicherweise gab es vergleichsweise wenige Todesopfer: 27.000 Menschen verloren durch Naturkatastrophen ihr Leben, deutlich weniger als der 30-Jahre-Durchschnitt von 69.000.

Der Rückversicherungskonzern Münchner Rück hat dies in seiner alljährlichen Schadensbilanz für Naturkatastrophen bekannt gegeben, und wie beinahe jedes Jahr wird ein neuer Höchsstand bekannt gegeben.

Größtes Schadenereignis war im vergangen Jahr die Tsunami-Katastrophe in Japan, die über 15.000 Tote und Sachschaeden in Höhe von 210 Mrd. US-$ verursacht hatte. Dadurch stand bereits zur Jahresmitte fest, dass ein neuer trauriger Schadensrekord erreicht werden würde (siehe KatMedBevSchtz-Blog vom 23.07.11). Doch auch ohne dieses Ereignis hätte die Schadenbilanz die der letzten Jahre übertroffen: 2010 waren 152 Mrd. $ Schadenvolumen zu verzeichnen, der 10-Jahres-Durchschnitt liegt bei 113 Mrd. $.

Quellen / weiterführende Informationen:
- Pressemeldung der Münchner Rück vom 04.01.2012
- Schadensbilanz im Jahresvergleich (pdf)

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03.01.2012

Das gefährlichste Virus der Welt ...streng geheim?!

B-Gefahren: Wissenschafltern ist es gelungen, das Vogelgrippe-Virus H5N1 gentechnisch so zu verändern, dass es zwischen Säugetieren über die Luft übertragbar ist. Sollte dieser neue Virusstamm versehentlich oder absichtlich freigesetzt werden, ist mit Millionen Toten zu rechnen. Amerikanische Sicherheitsbehörden erwägen daher, die Veröffentlichung dieser Forschungsergebnisse zu verbieten.

Das ursprüngliche Influenza-H5N1-Virus hat für Menschen zwar eine hohe Sterblichkeit, ist aber außerhalb von Vogelpopulationen nur schwer übertragbar. Durch das gezielte Einbringen weniger genetischer Mutationen haben zwei Forschungsgruppen aus Rotterdamm (Niederlande) bzw. Wisconsin (U.S.) es nun geschafft, das Virus auch unter Frettchen hoch übertragbar zu machen, ohne dass es seine Letalität eingebüßt hat. Frettchen gelten als das Tiermodell, dass die Influenza-Wikrung am Menschen am besten nachbildet.

Die US-amerikanische Biosicherheitsbehörde US National Science Advisory Board for Biosecurity (NSABB) prüft nun, ob sie einen Bann auf die Veröffentlichung dieser Forschungsergebnisse verhängen will. Damit soll verhindert werden, dass Terrorismusorganisationen das mutierte H5N1-Virus nachbauen und als Bio-Waffe einsetzen.

Diese Nachrichten habe in der Wissenschaftswelt rege Diskussionen ausgelöst, zum einen darüber ob Experimente die die Erzeugung derart gefährlicher Viren zum Ziel haben überhaupt durchgeführt werden sollten, und zum anderen, ob es sinnvoll und vertretbat ist, die Ergebnisse der Forschung geheim zu halten. Letzteres würde vielleicht verhindern, dass "Schurkenstaaten" das Virus gezielt nachbauen, verhindert aber auch, dass die Wissenschaft das neue Virus weiter erforscht, um Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

Die Geheimhaltung kann ohnehin nicht komplett gelingen, zumal Inhalte bereits auf einem Kongress präsentiert wurden und die geplanten Veröffentlichungen gerade bei den Zeitschriften Science und Nature zur Begutachtung eingereicht wurden.

Quellen / weiterführende Informationen:
- Meldung in Nature (englisch)
- Meldung in Science (englisch)

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- Keine Übersterblichkeit durch pandemische Influenza (09.04.2011)
- deNIS-Themenspecial Vogelgrippe (11.03.2011)
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19.12.2011

Begriffe im Bevölkerungsschutz

Medien-Tipp: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat ein Glossar mit einer Auswahl zentraler Begriffe im Bevölkerungsschutz herausgegeben. Dieses ist in der Veröffentlichungsreihe Praxis im Bevölkerungsschutz erschienen.

Das BBK-Glossar wurde unter Berücksichtigung einschlägiger Wörterbücher und Dienstvorschriften im Bereich Bevölkerungsschutz erstellt und liegt nun nach einem intensiven Abstimmungsprozess BBK-intern sowie zwischen Bund und Ländern vor.

Neben der Definition des Begriffes „Bevölkerungsschutz“ werden weitere wichtige Begriffe in diesem Glossar zusammengestellt und definiert, nebst weiterführenden Anmerkungen dazu. Das Hauptaugenmerk liegt auf Begriffen, die bei der Aufgabenerfüllung des Bundes im BBK verwendet werden. Es kann somit Begriffe darin geben, die in anderen fachlichen Zusammenhängen oder im allgemeinen Sprachgebrauch unterschiedlich verstanden werden. Hierauf wird ggf. hingewiesen.

Das vorliegende Glossar soll ein rasch verfügbares Nachschlagewerk sein und so als Grundlage und Arbeitshilfe für alle im Bevölkerungsschutz Tätigen dienen. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern gibt den derzeitigen Sachstand von Diskussion und Analyse wieder und kann bei Änderung von Rahmenbedingungen und neuen Erkenntnissen jederzeit angepasst werden.

Als Einschränkung ist zu erwähnen, dass das Glossar keine hierarchische Systematik (Aufgliederung in Ober- und Unterbegriffe, vgl. Thesaurus [Wikipedia]) enthält, was u.U. insbesondere für wissenschaftliche Fragestellungen sehr nützlich sein kann.

Wie beim BBK üblich, kann das Glossar als Druckversion bestellt, oder online als pdf-Datei herunterrgeladen werden.

Quelle / weiterführende Informationen:
- Internet-Meldung des BBK vom 16.12.2011
- Das BBK-Glossar als pdf oder gedruckt bestellen

Verwandte Beiträge:
- Neuer Internet-Auftritt des BBK (15.05.2011)
- Alle Artikel der Rubriken Medien-Tipp und Lexikon

24.10.2011

Hygieneüberwachung auf Kreuzfahrtschiffen

B-Gefahren: In der aktuellen Ausgabe des Epidemiologischen Bulletins gibt das Robert Koch-Institut einen Überblick über die Kontrolle ansteckender Erkrankungen im internationalen Schiffsverkehr.

Ansteckende Erkrankungen an Bord von Kreuzfahrtschiffen sind gefürchtet. Sie können den Schiffsbetrieb empfindlich beeinträchtigen. Der Beitrag im Epidemiologischen Bulletin 42/2011 gibt einen Überblick über rechtliche Grundlagen und Strategien für die Sicherung der Hygiene und des Gesundheitsschutzes auf Kreuzfahrtschiffen und erläutert, wie die Einhaltung von Hygieneregeln im internationalen Schiffsverkehr überwacht wird.

Quellen / weiterführende Informationen:
- Epidemiologisches Bulletin 42/2011

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- Begriffe aus der Infektionsepidemiologie (03.03.2011)
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21.10.2011

1. Deutsch-Tschechische Rettungsdienstakademie

Rettungsdienst: Am 18. und 19.11.2011 findet in Regensburg die 1. Deutsch-Tschechische Rettungsdienstakademie statt.

Die Akademie wird vom Bundesministerium für Gesundheit gemeinsam mit dem Ministerium für Gesundheit der Tschechischen Republik, dem Bayerischen Staatsministerium des Innern sowie dem Sächsischen Staatsministerium des Innern veranstaltet und wird in der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg-Lappersdorf stattfinden.

Die Veranstaltung richtet sich an deutsche und tschechische Teilnehmer und soll einen bilateralen Erfahrungsaustausch über die rechtlichen, organisatorischen, technischen und finanziellen Voraussetzungen für eine effiziente grenzüberschreitende Hilfeleistung in Gang bringen. Derzeit verhandeln die Bundesrepublik Deutschland und die Tschechische Republik ein Rahmenabkommen zum grenzüberschreitenden Rettungsdienst.

Die Plätze sind kontigentiert, eine Anmeldung ist erforderlich.

Quellen / weiterführende Informationen:
Einladungs-Flyer (pdf, 3,6 MB)

16.09.2011

AKNZ-Jahresprogramm 2012 erschienen

Aus- und Fortbildung: Das Jahresprogramm der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) ist erschienen.

Auf über 300 Seiten stellt die Akademie ihre Veranstaltungen für 2012 vor. Wie auch die letzten Jahre werden auch wieder Kurs im blended-learning- bzw. Fernlehrgangsverfahren angeboten.

Quellen / weiterführende Informationen:
- AKNZ-Jahresprogramm 2012 (pdf, 4MB)

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- Thomas Mitschke neuer Leiter der AKNZ (05.02.2011)
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