Lexikon: Die posttraumatische Belastungsstörung (PTSD, von englisch: post-traumatic stress disorder) ist eine anhaltende psychopathologische Reaktion auf belastende Erlebnisse jenseits normaler menschlicher Erfahrung.
Auslöser sind bedrohliche Erlebnisse von dramatischem oder sogar katastrophalem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde.
Die Symptome können verzögert auftreten, meist als zwanghafte Nachhallerinnerungen, Albträume, vegetative Übererregbarkeit, Vigilanzsteigerung, Vermeidungsverhalten, Gleichgültigkeit und Gefühllosigkeit anderen gegenüber, um nur die wichtigsten zu nennen. Für die Diagnose müssen die Beschwerden mehr als einen Monat anhalten.
Quellen: Wikipedia, ICD-10.
09.02.2010
06.02.2010
Schwere Winterstürme im Osten der USA
Nachricht: Schwere Winterstürme ziehen über den Osten der USA. 50 bis 70 cm Neuschnee werden erwartet. Der öffentliche Nah- und Fernverkehr ist bereits jetzt lahm gelegt.
In der Hauptstadt Washington wurden Flug- Bus- und Zugverbindungen eingestellt. In mehreren umliegenden Staaten wurde der Notstand ausgerufen, in manchen Regionen ist der Strom ausgefallen. Die Menschen haben sich bereits gestern mit Hamsterkäufen auf die Situation vorbereitet.
Es könnte sich heute um die stärksten Schneefälle handeln, die Washington je gesehen hat.
Quelle: CNN
In der Hauptstadt Washington wurden Flug- Bus- und Zugverbindungen eingestellt. In mehreren umliegenden Staaten wurde der Notstand ausgerufen, in manchen Regionen ist der Strom ausgefallen. Die Menschen haben sich bereits gestern mit Hamsterkäufen auf die Situation vorbereitet.
Es könnte sich heute um die stärksten Schneefälle handeln, die Washington je gesehen hat.
Quelle: CNN
Mitigation Journal (Podcast)
Medien-Tipp: Mitigation Journal - The All Hazards Podcast ist ein Podcast in englischer Sprache rund um die Gefahrenabwehr. Behandelt werden u.a. Themen aus Feuerwehr, Rettungsdienst, öffentlichem Gesundheitswesen und Terrorabwehr.
Autor ist Rick Russotti, Feuerwehrmann aus Rochester, NY. Er greift aktuelle Ereignisse und Themen rund um die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr auf. Er spart dabei nicht mit mahnenden Worten um unser aller Bewusstsein für Gefahrenlagen zu schärfen. Der Podcast erscheint etwa wöchentlich und dauert jeweils 30 - 40 min.
Rick betreibt außerdem einen blog (mitigationjournal.blogspot.com) und eine eigene Homepage (www.mitigationjournal.com).
Insgesamt ein kurzweiliger Podcast mit interessanten Anregungen, allerdings auf Englisch (gut um den eigenen Fachwortschatz ein wenig zu erweitern, schränkt aber andererseits den Hörerkreis etwas ein). Hört doch mal rein!
Autor: Rick Russotti
Titel: Mitigation Journal - The All Hazards Podcast
Medien-Art: Podcast
URL: http://www.mitigationjournal.libsyn.com oder über iTunes
Erscheinungsdatum: laufend
Preis: kostenlos
Autor ist Rick Russotti, Feuerwehrmann aus Rochester, NY. Er greift aktuelle Ereignisse und Themen rund um die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr auf. Er spart dabei nicht mit mahnenden Worten um unser aller Bewusstsein für Gefahrenlagen zu schärfen. Der Podcast erscheint etwa wöchentlich und dauert jeweils 30 - 40 min.
Rick betreibt außerdem einen blog (mitigationjournal.blogspot.com) und eine eigene Homepage (www.mitigationjournal.com).
Insgesamt ein kurzweiliger Podcast mit interessanten Anregungen, allerdings auf Englisch (gut um den eigenen Fachwortschatz ein wenig zu erweitern, schränkt aber andererseits den Hörerkreis etwas ein). Hört doch mal rein!
Autor: Rick Russotti
Titel: Mitigation Journal - The All Hazards Podcast
Medien-Art: Podcast
URL: http://www.mitigationjournal.libsyn.com oder über iTunes
Erscheinungsdatum: laufend
Preis: kostenlos
All-Hazards-Strategie
Lexikon: Die All-Hazards-Strategie (englisch für "alle Gefahren / Bedrohungen") bezeichnet einen Ansatz in der Gefahrenabwehr, bei dem die Aufmerksamkeit nicht auf eine Reihe bestimmter Gefahren gelenkt wird, sondern die Planungen und Vorbereitungen so allgemein angelegt sind, dass sie bei einer breiten Palette von Bedrohungen nützlich sind (einschließlich neuen, bisher unbekannten Gefahren).
Die Vorbereitung auf Schadensereignisse tendiert traditionell dazu, sich an den bisher tatsächlich stattgefundenen Szenarios zu orientieren. Was bisher nicht eingetreten ist wird nicht bedacht. Die All-Hazards-Strategie nimmt einen anderen Weg: Statt für spezifische Gefahrenlagen wird für ein viel allgemeiner gehaltenes Risiko geplant (z.B. "Freisetzung gefährlicher Stoffe" statt "Vogelgrippe-Ausbruch" oder "Anschlag mit Milzbrand-Sporen"). Der Vorteil ist, dass die Maßnahmen aus der All-Hazards-Strategie schon dann ergriffen werden können, wenn die genaue Art der Gefahr noch nicht bekannt ist.
Die Vorbereitung auf Schadensereignisse tendiert traditionell dazu, sich an den bisher tatsächlich stattgefundenen Szenarios zu orientieren. Was bisher nicht eingetreten ist wird nicht bedacht. Die All-Hazards-Strategie nimmt einen anderen Weg: Statt für spezifische Gefahrenlagen wird für ein viel allgemeiner gehaltenes Risiko geplant (z.B. "Freisetzung gefährlicher Stoffe" statt "Vogelgrippe-Ausbruch" oder "Anschlag mit Milzbrand-Sporen"). Der Vorteil ist, dass die Maßnahmen aus der All-Hazards-Strategie schon dann ergriffen werden können, wenn die genaue Art der Gefahr noch nicht bekannt ist.
04.02.2010
Aus dem Katastrophenmedizin-Blog wird Katastrophenmedizin und Medizinischer Bevölkerungsschutz
Vermischtes: Der Katastrophenmedizin-Blog heißt ab heute Katastrophenmedizin und Medizinischer Bevölkerungsschutz. Mit diesem neuen Titel möchte ich die eigentlich breitere Ausrichtung des Blogs hervorheben.
Von Anfang an hat sich der Blog nicht nur auf katastrophenmedizinisch relevante Inhalte beschränkt, sondern hat versucht alle Beteiligten im medizinischen Bevölkerungsschutz anzusprechen und insbesondere auch organisatorisch-taktische Fragen aufzugreifen. Dies möchte ich nun mit dem neuen Titel nach außen tragen. Zu finden ist der Blog wie gewohnt unter kat-med.blogspot.com Viel Freude weiterhin beim Schmökern in Katastrophenmedizin und Medizinischer Bevölkerungsschutz!
Von Anfang an hat sich der Blog nicht nur auf katastrophenmedizinisch relevante Inhalte beschränkt, sondern hat versucht alle Beteiligten im medizinischen Bevölkerungsschutz anzusprechen und insbesondere auch organisatorisch-taktische Fragen aufzugreifen. Dies möchte ich nun mit dem neuen Titel nach außen tragen. Zu finden ist der Blog wie gewohnt unter kat-med.blogspot.com Viel Freude weiterhin beim Schmökern in Katastrophenmedizin und Medizinischer Bevölkerungsschutz!
03.02.2010
EU-Förderung für Katastrophenschutz-Projekte
Forschung: Die EU wird im Jahr 2010 wieder grenzüberschreitende Katastrophenschutz-Projekte mit insgesamt mehr als 3 Mio € fördern. Anträge können bis zum 31. März gestellt werden.Die zu fördernden Projekte können in zwei Kategorien eingereicht werden: Verhütung ("prevention") und Vorbereitung ("preparedness").
Der Bereich prevention umfasst folgende Themenbereiche:
- Entwicklung wissensbasierter Katastrophenverhütungsstrategien
- Verknüpfung der relevanten Akteure und Strategien im Katastrophenmanagementablauf
- Verbesserung der Effektivität bestehender Strategieinstrumente für die Katastrophenverhütung
Im Bereich Vorbereitung können Anträge zu folgenden Themen eingereicht werden:
- Verbesserung der Effektivität von Notfallmaßnahmen durch Erhöhung des Vorbereitungsgrades und des Katastrophenbewusstseins von haupt- und ehrenamtlichen Kräften in der Gefahrenabwehr
- Unterstützung und Komplettierung der Anstrengungen der beteiligten Länder zum Schutz von Bürgern, Umwelt und Sachwerten im Falle einer natürlichen oder technischen Katastrophe
- Unterstützung einer verstärkten Kooperation zwischen den beteiligten Ländern bei der Katastrophenvorbereitung in Zivilschutz und Meeresverschmutzung
Mögliche konkrete Förderprojekte könnten grenzüberschreitende (Beteiligung von Organisationen aus mindestens zwei bzw. drei Ländern) Katastrophenplanungen oder -übungen sein. Bevorzugt sollen diese länderverbindende Infrastrukturen betreffen (Tunnel, Brücken etc.).
Näheres finden Sie auf den Seiten der EU (englisch).
01.02.2010
Die emotionale Epidemiologie der H1N1-Impfung
Forschung: Wie am Beispiel der aktuellen Grippesituation ablesbar, hat eine Pandemie nicht nur Folgen für die Gesundheitssituation der infizierten, sondern auch für das emotionale Befinden von nicht erkrankten. Diese sehen sich mit Ängsten vor Infektion oder Impfnebenwirkung konfrontiert und beanspruchen allein aus diesem Grund Ressourcen des Gesundheitswesens. Diese "emotionale Epidemiologie" einer Pandemie wird von Danielle Ofri im New england Journal of Medicine diskutiert (NEJM 361 (2009) 2594-5):
Nach Bekanntwerden des Ausbruchs machte sich eine panikartige Stimmung breit, und die Patienten fragten ständig nach einer Impfung (insbesondere auch Patienten übrigens, die die saisonale Grippeimpfung ablehnen).
Als dann nach sechs Monaten die Pandemie Realität war und eine Impfung zur Verfügung stand, war die Nachfrage nach letzterer weit weniger groß: Sie sei nicht getestet und zu schlecht verträglich, so die Argumente der Impfablehner.
Rational ist dieses Verhalten nicht zu erklären. Statt dessen scheinen gewisse Muster von emotionalen Reaktionen ("emotionale Epidemiologie") vorzuherrschen die mit dem Auftreten neuer Krankheiten verknüpft sind.
Taucht eine neue Erkrankung wie die H1N1-Grippe erstmals auf, infiziert sich die öffentliche Psyche rapide. Die Angst vor dem Unbekannten lässt die Menschen gierig auf eine Impfung werden. Mit der Zeit bildet sich jedoch eine gewisse Toleranz gegen den neuen "Schrecken".
Gegen Herbst änderte sich die Stimmung in der Bevölkerung erneut: Eine gewisse Ungeduld war zu spüren, verbunden mit der Erwartung, dass das H1N1-Problem doch längst gelöst sein sollte. Dass dies nicht der Fall war erzeugte Misstrauen gegenüber dem Gesundheitssystem. Gleichzeitig wurden die kostenlosen Impfangebote jedoch kaum genutzt.
Diese Erfahrungen zeigen, dass es unzureichend ist einer neuen Infektionskrankheit rein medizinisch-epidemiologisch zu begegnen. Die emotionale Epidemiologie hat einen eigenen, von der tatsächlichen Infektionssituation mehr oder weniger unabhängigen Verlauf, führt jedoch gleichfalls zu einer Belastung des Gesundheitssystems.
Diese Betrachtungen können bei der Planung für zukünftige Ausbrüche von Nutzen sein.
Nach Bekanntwerden des Ausbruchs machte sich eine panikartige Stimmung breit, und die Patienten fragten ständig nach einer Impfung (insbesondere auch Patienten übrigens, die die saisonale Grippeimpfung ablehnen).
Als dann nach sechs Monaten die Pandemie Realität war und eine Impfung zur Verfügung stand, war die Nachfrage nach letzterer weit weniger groß: Sie sei nicht getestet und zu schlecht verträglich, so die Argumente der Impfablehner.
Rational ist dieses Verhalten nicht zu erklären. Statt dessen scheinen gewisse Muster von emotionalen Reaktionen ("emotionale Epidemiologie") vorzuherrschen die mit dem Auftreten neuer Krankheiten verknüpft sind.
Taucht eine neue Erkrankung wie die H1N1-Grippe erstmals auf, infiziert sich die öffentliche Psyche rapide. Die Angst vor dem Unbekannten lässt die Menschen gierig auf eine Impfung werden. Mit der Zeit bildet sich jedoch eine gewisse Toleranz gegen den neuen "Schrecken".
Gegen Herbst änderte sich die Stimmung in der Bevölkerung erneut: Eine gewisse Ungeduld war zu spüren, verbunden mit der Erwartung, dass das H1N1-Problem doch längst gelöst sein sollte. Dass dies nicht der Fall war erzeugte Misstrauen gegenüber dem Gesundheitssystem. Gleichzeitig wurden die kostenlosen Impfangebote jedoch kaum genutzt.
Diese Erfahrungen zeigen, dass es unzureichend ist einer neuen Infektionskrankheit rein medizinisch-epidemiologisch zu begegnen. Die emotionale Epidemiologie hat einen eigenen, von der tatsächlichen Infektionssituation mehr oder weniger unabhängigen Verlauf, führt jedoch gleichfalls zu einer Belastung des Gesundheitssystems.
Diese Betrachtungen können bei der Planung für zukünftige Ausbrüche von Nutzen sein.
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